Shaul Spielmann, Holocaust-Überlebender, ist der Ausgangspunkt dieses essayistischen Blicks auf Erinnerung und auf ein Grauen, dem man nicht gerecht werden kann. Nur der Wald ist geblieben führt in einen oberösterreichischen Wald, einst Teil des improvisierten Konzentrationslagers Gunskirchen.
Der Ort steht unter Denkmalschutz und wird zugleich forstwirtschaftlich genutzt. Im Moos finden sich Stoffreste, Schuhe und Essgeschirr, Splitter eines Lagers, das zum Zeitpunkt der Filmarbeiten kaum markiert ist. Im Boden: vermutlich noch tausende Tote. Aktivist:innen des Mauthausen-Komitees erwerben ein kleines Areal, eine Vermessung zeichnet die Lage der Baracken nach. Familienmomente reiben sich an der Landschaft, der Wald erscheint als Gegenüber.