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Fukushima - The Silent Voices

Fukushima: Les voix silencieuses

JP, 2016, 52 min, OmenglU, R: Chiho Sato, Lucas Rue 


Mi., 25. März, 20Uhr
Film & Gespräch mit Regisseurin Chiho Sato
In Kooperation mit: Mütter gegen Atomgefahr & atomstopp_atomkraftfrei leben!

60 km entfernt von einem AKW zu leben – keine besonders angenehme Vorstellung. Wenn der Super-GAU eintritt, was dann? Wie sieht die Chance auf eine weitere Existenz vor Ort aus? Und wie fühlt sich das real an? Die Regisseurin Chiho Sato bildet in ihrem Film diese Erfahrung ab. 2010 ausgewandert nach Paris kehrt sie Jahre später zurück in ihre Heimat: Fukushima. Die Katastrophe war derweil eingetreten, als krasser Einschnitt, hat Spuren hinterlassen in jeder Hinsicht. Im zentralen Fokus dieser Doku steht die Familie Satos, die all das miterlebt und immer noch zu bewältigen hat.

Gemeinsam mit den Südböhmische Müttern aus Budweis bringt atomstopp_oberoesterreich diesen nüchternen und dennoch berührenden Statusbericht aus einer Zone, wo der Versuch, sich den Alltag trotz Verunsicherung nicht von Resignation zerfressen zu lassen zum real existierenden Experiment geworden ist. Regisseurin Sato sowie die JCM werden für ein Filmgespräch anwesend sein.

Seit mehreren Jahren betreiben unsere Kolleginnen vom JCM in Budweis, Krumau oder Prag zu den Gedenktagen der Havarien von Tschernobyl und Fukushima ein Filmfestival. Dabei sind vor allem Schüler_innen und Student_innen eingeladen, sich anhand filmischer Aufarbeitungen mit atomaren Bedrohungen auseinander zu setzen. Um dafür kostenteilend interessante Filmschaffende einladen zu können, wollen wir ab 2020 in einem grenzübergreifenden Projekt auch in Österreich Filmtage etablieren.

Zitat Sato:
„Meine ganze Familie wohnt in einer sogenannten ‚Freiwillige Evakuierungszone’. Jahre nach der Katastrophe ist die unsichtbare Radioaktivität immer noch allgegenwärtig, verschwindet jedoch allmählich aus den Köpfen der Ansässigen.

Im Gegensatz zu apokalyptischen Bildern, die in Europa oft gezeigt werden, wollte ich einen intimen Dokumentarfilm mit echten Geschichten von Menschen machen, die an einem der radioaktivsten Orte der Erde leben. Mein Ziel ist, den Betroffenen von Fukushima eine Stimmen zu geben und so die Diskussion neu zu befeuern.“

Hinweis:
Das AKW Temelin liegt von Budweis etwa ca 30 km, von Freistadt rund 80 km entfernt.

Es sind keine Spieltermine für diesen Film vorhanden.
Fukushima - The Silent Voices
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